22.01.2017

Rätselraten im Terrorabwehrzentrum: Was geht ab?

»Wieder eine Fliegerbombe! Wie schrecklich, ausgerechnet in Friedenszeiten. Gibt es schon Hinweise darüber, welches Arschloch uns mit Fliegerbomben nach Fünfundvierzig weiterhin zur Hölle schicken will?«

»Chef, keine Ahnung ... wir müssen noch analysieren, ob es sich hierbei um einen verwirrten Einzeltäter handeln könnte, oder um eine längst verjährte, organisierte Schweinerei unserer Verbün ...«

»Halten sie sich zurück ... ihre Fantasie ist haarsträubend und völlig irre... melden sie sich beim Psychologischen Dienst für eine Vorsorgeuntersuchung an.«

»Aber... Chef, lass mir etwas Zeit, das wird sich klären lassen...«


Nach mehreren, peinlichen Verhören schlafender Fliegerbomben wurde entschieden:
An die Absender zurückschicken!

21.01.2017

Hausgespenst

Irgendwann nistete sich bei mir ein Hausgeist ein, wühlt sich durch Schränke, isst schamlos aus meinen Töpfen, döst herum auf meinem Sofa, stimmt in Nächten wilde Lieder an.
Wer bist du sonderbarer Troll, frage ich gelegentlich, wenn er/es auf die Spitze treibt; doch Fragen bringen ihn/es nur zum Lachen, dann treibt er's bunt wie wild und hemmungslos mit der Geduld.

Ein harmloses Beispiel seiner Niedertracht:


»Zur Kanne Kaffee ist gut Denken,
philosophisches Verrenken,
Filter bricht entzwei,
welch Sauerei mal zwei –
oh Glück.«


Ich fragte den Dorfpfaffen, ob er sich dies erklären- oder vieleicht eine Anfrage nach Rom richten könnte. Möglich wäre immerhin, dass sich der kleine Teufel nur verirrt hätte, sozusagen versehentlich im Jahre 2017 n. Chr. bei mir landete; ein missglücktes Experiment vieleicht, oder eine schlampig programmierte Zeitreise aus dem Jenseits.
Dem Pfaffen entglitt ein Fluch aus seinem heiligen Munde: ob ich nichts Besseres zu tun hätte; wohl wäre er Theologe, sogar ein gestrenger, aber, mit solchen Dingen möchte er bitte nichts zu tun haben, dies schade seiner seeligen Gemeinde nur und nähre Aberglauben wie damals – in finsteren Zeiten. Ich sollte nicht verzweifeln, meinen Trost in täglichen Gebeten suchen.

Danach wandte ich mich an den Dorfpolizisten, spekulierte über den drohenden Untergang unseres abendländisch-kulturellen Dorfes, über eine sichtbare Gefahrenlage, und darüber, dass die Welt voller Übel sei, sähe meinen häuslichen Frieden bedroht – er sollte um gotteswillen Alarm schlagen, wenn's schon die Kirche nicht könne.
Genervt blickte der Bulle zu seiner Dienstwaffe, wobei bei mir die Frage aufkam, ob er seinen Feierabend verteidigen- oder beherzt meine Bude stürmen wollte.
Keine Chance, ihn an diesem Freitag noch zu bemühen, er müsse über's Wochenende zu einer Weiterbildung; mit der Bundeswehr den Ernstfall trainieren, damit man Spinner (wie mich) wieder zu klarem Kopfe führen kann.

Ich fühle mich alleingelassen, von Kirche und Staat, werde noch heute mein Bündel schnüren und flüchten.

20.01.2017

Meine TK – Müllbearbeitung.

Ihr Deppen Sachkundigen, habt ihr noch nicht begriffen, dass ich meine grundgesicherte Krankenversicherung nicht mit einer Steuererklärung verrechnen kann, weil's bei mir nichts zu besteuern gibt, da ich für's Flaschensammeln und Containern noch keinen Gewerbeschein benötige, folglich auch kein Unternehmer bin, und somit auch nicht als steuerpflichtiges Mastschwein gelte, das man nach Belieben ausschlachten möchte.
Fragt doch mal eure schlauen Computer über mich aus; wofür seid ihr vernetzt. Um mich zu nerven, weil ihr einfach nerven sollt? Schon mal was von einer verschlankten Verwaltung gehört, zugunsten aller Beitragszahler? Nö, dann gäbe es ja arbeitslose Sachbearbeiter, die man in der Arbeitslosenstatistik auch noch unterbringen sollte. In Folge ein eigenes Jobcenter finanziert werden müsste, damit der Sachbearbeiter als Praktikant weiterhin den Mindergelöhnten spielen darf. Man gibt sich halt börsenorientiert, möchte Gewinne erzielen.

An mir ist nix mehr zu verdienen, mein Zahnarzt jammert schon herum, dass ich kein Zahngold blechen kann – nicht nur der Zahnarzt.

Habe ihr Schreiben gelesen und entsorgt.

Kulturtempel Elbabtritt – Nachfrage regelt Schwarzmarktpreis.

kompakte Klangfülle




















14.01.2017

Kauder erklärt Hasskommentare.

Herr Kauder, was verstehen Sie unter Hasskommentare?

Öhm ja ... sozusagen alles, was sich ... öhm ... tiefgreifend in Hirnen festfressen könnte, also auch ... öhm ... nur als Beispiel ...  der Kauder welscht blöde herum ... oder solche Sachen halt... da braucht es schon Beschwerdestellen mit Monitoring, die alle einkesseln, die dumm herumhassen ... und natürlich ... öhm ... eine kruppstahlharte Justiz und mehr Knäste ...  schon wegen der anstehenden Bundes-Verarschungs-Wahl und dem Umbau unseres Landes zu einem friedlichen Überknast ... öhm ... ich meine natürlich ... zu einer wehrhaft-zeitgemäßen Demokratie mit allem Drum und Dran ... öhm ... da muß man auch mal auf die Schnauze des verhassten Bürgers prügeln dürfen ... haben Sie einen Absacker für mich? ... am liebsten trinke ich Wodka pur ... hahahaha ... das würde sich auch bestens als Fake News eignen ... hahaha ...

Skizziertes am Samstag – Rumgezicke.






















Doch lieber Döner... ?

12.01.2017

Beste Grüße an B.B.

Tanz der Giftnudel.























Oh Schmerz:
 ++ frei-blog ++ Fälschung ++ Dummheit ++ löschen ++ Narrenblog ++ Bandenbildung ++ ausweinen ++ Geltungssucht ++ lästern ++ überwachen ++

Hallo Herzchen,
ich wünsche Dir eine wilde und fruchtbare Zeit als Hof-Clown auf HdS. Aber, bitte lass Dein Denunzieren sein; das gehört sich nicht für anständige Leut.
Danke.

08.01.2017

Göttliches Amerika.

»Die Amis marschieren gerade schwerbewaffnet quer durch Deutschland.«
»Schon wieder? Wen wollen die noch befreien?«
»Russland vor den Russen, Europa vor den Russen, die Welt vor den Russen, Amerika vor den Russen ...«
»Dürfen die das einfach so?«
»Eigentlich nicht, das interessiert aber schon lange kein Schwein mehr. Man darf dabei nicht vergessen: Gott war schon Ami, erschuf am ersten Tag der Schöpfung Amerika, folglich stammt der Ami von Gott ab. Kurz gesagt: Amerika ist göttlich, und jeder Ami im Sold ein Gotteskrieger.«
»Im Kampf gegen den Terror...«
»Im Kampf gegen den eigenen Terror. Amis blicken dabei schon lange nicht mehr durch...«
»Und, was sagt Gott dazu, hat der nichts mehr zu melden?«
»Der blickt ebenfalls nicht mehr durch.«
»Was nun ...?«
»Alles abfackeln – außer Amerika.«
»Und danach, was käme danach?«
»Eine neue Weltordnung – nach sieben atomaren Tagen.«
»Unter einem Superkapitalismus...«
»Was sonst... «

07.01.2017

Ich guter Deutscher.

Nachdem ich, bei annähernd arktischen Temperaturen, erstarrt die Nacht in meinem Bett verbrachte, wo auch sonst, riss mich zu früher Stunde des Thomas Höllenmaschine aus lästerlichen Wunschträumen, schleuderte mich brutal in die Realität zurück.

Du mußt Flagge bekennen, hämmerte es hinter meiner Schädeldecke, wischte den Rest einer gnädigen Nacht aus meinen Augen, begann den frischen Tag mit einem angemessen-devoten Morgengebet, zu Ehren aller Peiniger, rasselte wohlklingende Namen herunter, die mir gerade noch einfielen, schlug mir mit der Büßerfaust reumütig ein ansehnlich blaues Auge.
Sichtlich angeschlagen schleppte ich mich danach unter Schmerzen – zwecks Fahnenapells – zum nächsten Kontrollamt, hinterlies einen detailllierten Bericht meines letzten Gefährdertraums, und gab mich dankbar darüber, dass die neue Fußfessel nicht mehr schmerzte, sich seidenweich meiner kleinmütigen Schritte anpasste.

Einen Vormittag mit ausfüllenden Pflichtroutinen zu verbringen – ich gestehe aus baypassgeflicktem Bürgerherzen – dies macht mich glücklich und resistent.
Nachmittags lasse ich mich wie gewöhnt einkesseln; eine präventive Maßnahme staatsbürgerlicher Gesunderhaltung zur Vermeidung schändlicher Vermischungen aus Allem.

Entlang der Fahnenstange –sie glühe Schwarzrotgülden.

04.01.2017

Winterkorns Früchte.

»Herr Winterkorn, dreitausendeinhundert Hühner am Tag, wird Ihnen dabei nicht übel?«

»Keineswegs. Ich ernte nur, was anderer mühsam... anders formuliert: Ständig brüllt das Kleinneidertum nach gerechter Verteilung, und wenn mal gerecht verteilt wird, beschwert es sich darüber, dass diejenigen, die sich täglich um Wohlstand für alle sorgen, die sich ihre Ärsche aufreißen, dass faule Socken aus Chefetagen Malocherblut saufen ... davon wird es mir wirklich übel. Dümmliches Geschwätz des kleinen Mannes, in meinen Kreisen auch Pisser genannt, der sich später, wenn er seine 1 Euro-Rente absahnen darf, weiterhin beklagt und trotzig nach Abfällen verlangt ... dabei dreht sich mir der Magen herum, wenn sich Menschen ohne Rückgrat wie Ratten verhalten...«

»... eine ansehnliche Stundenrente ...«

»Kommen sie mir nicht mit der Mindestlohnfrage ... völlig abgedrehte Forderungen, die keiner mehr bezahlen kann ... Parasitenbefall, davon bekomme ich Ausschlag ... sehen sie hier, ein Schmarotzerpickel ... schon vergessen, wer den Laden Deutschland zusammenhält, damit morgen die Rente noch sicher ist?... jedenfalls meine ... nun bin ich hungrig ...«

»Was darf ich ihnen anbieten?«

»Das volle Programm, nur keine Suppenküche für arme Leut. Da wird mir übel ...«

03.01.2017

Polizeistaat durch die Hintertür – Kampftruppe Bundespolizei.

Wir brauchen eine »richtige Bundespolizei«, ein starkes BKA und mehr Kompetenzen für den Bund in der inneren Sicherheit. Also eine Neuordnung, sprich: einen übermächtigen Polizeistaat.
De Maizière fordert zusätzlich Abschiebezentren, also Lager, vorerst für Nichtgeduldete. Klar, wen sollte man sonst internieren außer unliebsame Ausländer. Doch nicht etwa ...?

Es hört sich gar nicht gut an, mit welcher Schnelligkeit de Maizière (im Auftrag) den Staat – also uns – zu einer Diktatur führen möchte.
Wenn man diese Entwicklung mit etwas Fantasie betrachtet, wird es Zeit uns daran zu erinnern, wie es sich anfühlte, vor einem übermächtigen Staat in die Hosen zu machen. Oder schlimmer.

Ich verstehe diese selbstzerstörende Gläubigkeit in diesem Land nicht mehr, schon gar nicht dies krankhafte Herbeisehnen nach noch mehr entmündigender Staatsgewalt.