28.03.2017

Spendenaufruf: Kill Dein Sparschwein.

Liebe Leserin, lieber Leser,
heute möchte ich mich mit einer Bitte an Sie wenden, die Ihnen – ich gebe es zu –  wohl ungewöhnlich erscheinen mag, wenn auch nicht so ungewöhnlich, eher trendy, also erforderlich, zeitgeistnah wie unvermeidlich.
An mir nagen Scham und Selbstzweifel, mein kleines, kapitalistisch-vergiftetes Gewissen dröhnt mahnend hinter brüchiger Schädeldecke. Kurz gesagt: Ich benötige Kohle zur Erhaltung hochwertigen Hirnrisses der Qualitätsstufe 1A.

Übergabezeiten:
Mo.–Fr. bei einsetzender Dunkelheit; Autobahnraststätte BC.; Erkennungscode »Klingelbeutel«.

(Bitte nur abgenutzte Scheine! Keine D-Mark, kein Zahngold, keine Inflationswährung, keine Pfanddosen.)

Herzlichen Dank.

24.03.2017

Erdoğan bellt mit Kampfhunden.

Recep war launisch, ganz übel drauf, hüpfte blutdürstig auf seinem Schreibtisch herum, ballerte mordlüsternd auf überreife Melonen, forderte die Todesstrafe für alle, die einen geisteskranken Diktator als quersitzenden Furz, als Kümmel-Adolf, als unverträglich bezeichnen.

»Ihr Kartoffelfresser, holt euch doch der Teufel!!«


Recep dampfte aus allen Poren, zog die Lefzen hoch.

»Bestellt mir den Steini ein, ich möchte ihn reiten.«

»Zu Diensten – ich bin der Neue in Schloss Belle. Gauck hat keinen Bock mehr auf den Scheiß, als betender Demokratiehüter abgeritten zu werden. Reite mich sanft ein, wir könnten sogar Freunde werden.«

Recep stöhnte zum Faschistenhimmel, wünschte sich einen Abgang herbei – im Führerbunker, im Stalle europäischer Gelüste.

Während im Mittelmeer täglich Flüchtlinge absaufen, beschließt der Bundestag Mautgebühren – für freie Fahrt auf Autobahnen.

Psycho-Troll

äh, so terisch

21.03.2017

Gebirgsjägerleid

Marschieren, klettern, seilen,
zum Pinkeln nicht verweilen,
schwing dich zum Gipfel deiner Lust,
ertrag den Schmerz in deiner Brust.

Der Adler späht nach Beute,
kreist über sonderbare Leute,
ein nackter Arsch, so weiß wie Schnee,
das tut selbst einem Adler weh.



»Es kann nicht angehen, dass unsere Jungs schon in der Ausbildung ihre Ärsche hinhalten müssen.«
(Eine Ministerin stellt moralische Fragen.)


Ob Hindukusch, ob Afrika,
hier sieht der Jäger schon sehr klar,
aus seinem Arsche lauter Knall –

wollte zurück nach Reichenhall.

18.03.2017

Strafanzeige wegen tayyipischen Riss in der Schüssel.

»Möchte eine Strafanzeige aufgeben, ist dringend.«

»Gegen wen oder was?«


»Gegen den Eierkopf Tayyip, weil der mit Todesstrafe was machen will.«


»Aha, das stinkt Ihnen wohl gewaltig.«


»Ja, Eierköpfe dürfen Leute nicht einfach so aufhängen, weil's böse ist und das Artensterben beschleunigt.«


»Besitzt Ihr Tayyip auch einen vollständigen Namen, eine Adresse, eine Steuernummer oder Krankenversicherung?«

»Ob der Eierkopf krankenversichert ist, weiß ich nicht, gewisse Krankheiten versichert nicht einmal die AOK. Sein Name darf man allerdings nicht ungestraft aussprechen, sonst rollen Köpfe. Ich kann Ihnen aber flüstern, dass Eierkopf kein kleiner Unbekannter ist ; der steht in der Eierkopf-Hitliste weit oben. Dabei würde selbst der Führer aller Eierköpfe heute blass erscheinen – der war ja auch nur ein dämlicher Eierkopf aus Freilandhaltung.«

»Anzeige gegen Unbekannt. Der strafanzeigende Eierkopf darf gehen...«


»Bezeichnen Sie mich nicht dummdreist als Eierkopf, sonst mach ich hier noch den Erdogan ...«

»Sind wir nun fertig, oder gibt es weitere Eierköpfe auf Ihrer Liste?«

»Nicht so hastig ... komme einfach nicht mehr nach... wegen dem Trump und anderen atomaren Eierköpfen aus Natoland ... machen Sie halt Überstunden, ich zahl doch dafür... «




17.03.2017

Erdoğan mistet Ställe aus.

In einem Stall im Lande Recepts, irgendwo bei den Halbwilden, weitweg von Düsseldorf und Niederland, befindet sich ein weinender Bulle in Trauer, gibt sich sauer bis radikal, verweigert sich seinem Herrn.
Die Angebetete seines Bullenherzens, eine lebensfrohe Kuh aus Niederland, Tochter aus gutem Hause, für Zuchtzwecke importiert, zwangsverheiratet und konvertiert, Mutter strammer Fleischberge – nun muß sie den gemeinsamen Stall wieder verlassen.

Was geht ab im Nachbarstaat; nun auch das Rindvieh zum Staatsfeind erklären? So geht das nicht, Herr Erdoğan, bleiben Sie mal auf dem Teppich. Wir weisen ja auch keine Sucuk-Würste aus, weil uns Fürze quälen.

Ich zeige Dich wegen Menschen- und Tierquälerei an.

13.03.2017

Blödes Hartz IV-Tagebuch: Auf dem Wege zum Halbvegetarier mit Bulgur.

Frage
»Was essen wir heute?«
Die nette Dame hinter der Fleischtheke versucht es wie üblich mit Humor, wohl wissend, dass mir heute nicht nach Lachen ist

Antworten
Ich: »Nix – kommt auch gut.«
Sie: »Von Nix kommt aber nix.«
Ich: »Weniger Nix ist mehr als....«
Sie: »Ab Mittwoch gibt es Hack im Angebot.«
Ich: »geil....«
Sie: »Bis in zwei Tagen...«

Es gibt Situationen im Leben, da kann man nicht einfach überglücklich über eine Fleischtheke springen, um – in freudiger Erwartung –  einer Whistleblowerin um den Hals zu fallen, die mir an einem Montag schon steckt, was mir ein Mittwoch bieten würde. Solche Informationen werden noch und nöcher als Landesverrat verurteilt; die nette Dame von der Metzgerei Brandenburg könnte möglicherweise auch erkennungsdienstlich erfasst- und überwacht werden.

Der BND lauert überall, selbst im Hackfleisch an einem Mittwoch mittendrin. 

11.03.2017

Das nachdenkliche Q – Flaschen, Automaten und Stöckchen.

Habe ja nix gegen Flaschensammler, aber die Profis (Flaschengangs) sind echt das Letzte, was sammelt. A) fahren die alles ab, wo möglicherweise eine einsame Flasche herumliegen könnte, beispielsweise Parkplätze oder Parteitage, b) blockiert die geldgeile Bande sämtliche Rücknahmeautomaten, und ich stehe wegen einer einzigen Dose, die mir zufällig über den Weg lief, voll genervt hinter prall gefüllten Plastiksäcken. »Hallo, darf ich mal zwischendurch...«

Nebenbei kommen mir Verdachtsmomente erklärbar vor, aus Gründen logischer Denke, dass die Stadtverwaltung ihre 1 Euro-Sklaven gezielt auf Flaschen sowie Dosen abrichtet, damit es in der Stadtkasse wieder klingelt und Langzeitarbeitslose sich an sinnvollen Aufgaben erfreuen dürfen.
Klar, ist reine Spekulation, will ja keinen Ärger wegen übler Nachrede. Jedenfalls entdeckte ich bislang noch kein einziges Trainingslager für Qualifizierungsmaßnahmen dieser Art, verborgen im Walde, von Natodraht umzäunt. Aber denkbar wäre dies schon: Ausbilder werfen Flaschen und Dosen herum, brüllen »braver Hund, fang dein Stöckchen«. Eine scheußliche Fantasie, aber irgendwie auch vorstellbar.

Habe auch nix gegen Helikopter-Eltern, die ihre Kinder für den Ernst des Lebens qualifizieren möchten. Allerdings erscheint es mir schon merkwürdig, ein Kleinkind mit einer Bierdose zu beschäftigen, damit es die Funktion eines Pfandautomaten begreift, ihn zu erforschen- sowie analytisch zu beurteilen weiß.
  
»Hallo, darf ich mal zwischendurch ...«
Als netter Zeitgenosse stelle ich erst gar nicht die Frage, ob der Schnuller später einmal Jura studieren möchte. Wenn ja, wäre dies eine kluge Entscheidung, da in der Politik Juristen immer gesucht werden – händeringend wegen Fachkräftemangel.

»Darf ich zwischendurch mein Q aus dem Automaten ziehen?«

09.03.2017

Gelebter Straßenkampf in BC.

Mit Hüftschwung auf den Sattel springen. Auspendeln. Mütze tieferlegen. Vom zweiten in den vierten Gang schalten.
Bewältige 90 Grad fast im Liegen, zerteile einen Hundehaufen, schalte in den Fünften, rotze auf 200 Meter zur nächsten Linkskurve mit Anbindung zur Innenstadt.
Vollbremsung. Hier beginnt ein Laufweg – dummerweise auch Bürgersteig genannt, auf dem ich drohendes Gemetzel auf Bundesstraße 8 zu verhindern versuche, wenn auch krass illegal.

»Fahr zur Hölle...«
Von einem wütenden Fußgänger vor den nächsten LKW getreten zu werden, finde ich nicht lustig, frage einen herumstehenden Soldaten, ob er nichts Besseres zu tun hätte, es tobe ein Krieg am Rande der B8, keine Panzerstreife in Sichtweite, und die Deppen vom Heimatschutzverein bringen es schon gar nicht, laufen grüßend in der Gegend herum, erschrecken nur große wie kleine Kopftücher.

»Liebe deinen Nächsten!«, schreie ich aus Feinstaublungen, schalte in den ersten Gang, quäle mich zum Gipfel der Altstadt, um vor kalten Mauern göttlicher Gnade nach Erlösung zu bitten – ein Sünder auf der Suche nach dem Glücksmoment. Allerdings ohne gültigen Parkschein.

06.03.2017

Eine Ministerin wundert sich.

Alder, machst du nun auf Blöde, willst Laune verderben? Ich sag dir Alder, kratz deine Knochen zusammen, schaff an, geh putzen, verkauf dich für'n billigen Euro. Hast keinen Bock auf Steine fressen, hast  auch keinen Bock auf Mehr. Noch Fragen Lutscher? Such dir Container mit Müll, fick dich in Pfandflasche oder häng dich auf – weit weg, stink uns nicht an.

04.03.2017

Erdogan spielt Fußball im Verein.

Recep ruhte gemächlich auf einem handgewebten Teppich, gewebt von einhundert inhaftierten Jungfrauen Journalisten aus Erdoganland, landete mit einer zirkusreifen Luftnummer im Sturzflug auf dem Bolzplatz eines deutsch-türkischen Kickervereins, zog dabei genüßlich an glühender Wasserpfeife.
Süßlicher Duft aus eigenem Anbau legte sich einschläfernd über die Einhundert-Seelen-Gemeinde seiner Wahl, auf deren Rathausdach ein Bürgermeisterlein an geölt-rostiger Schrotflinte herumhantierte, den Notstand über ein längst vergessenes Lautsprechersystem ausrief: »Verdunkelt euch...«

Währenddessen wurde ein Trainer der türkischen G-Jugend zu einem klärenden Gespräch eingeladen, man wisse, dass das letzte Spiel getürkt wurde, und man wisse ebenfalls, dass der Schiedsrichter, also der Sohn vom Dönersepp, eine gedoppelte Bürgerschaft besitze, weder deutsch noch türkisch sei, sonder eine Mischung aus allem.

In Berlin liefen Drähte heiß, ein Pressesprecher bedauerte, man sei nicht in der Lage einem mutmaßlichen Irren den Flugschein zu entziehen. Sicherlich sei es merkwürdig, mit einem fliegenden Teppich unsere Flugsicherung auszutricksen, aber und überhaupt, sollten wir locker bleiben; Recep befinde sich im Urlaub.

Gibt ja noch Flugschreiber...


03.03.2017

Spirituelles Glück – mehr als nur die Summe einer Spende.

Es war wieder einmal  »Zausel«, der mich dazu inspirierte, mit italienischen Blumenkohl über Gott und die Welt zu plaudern.
»Was geht ab, alles klar?«

Blumenkohl zeigte sich desinteressiert und sprachlos. Nebenan versuchte ein Rettich gleicher Herkunft meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, halbgrüne Tomaten aus Spanien klagten über launige Kundenschelte.

»Meine Freunde«, begann ich hoffnungsvoll, »wir sind heute zusammengekommen, um einen Sack Kartoffeln die letzte Ehre zu erweisen ...«

Ein verwässertes Radieschen vergoss bittere Tränen, warf einen Bund Suppengemüse für 89 Cent in's offene Grab, während Rollbraten und Klöse die Trauerfeier genüsslich abrundeten.

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