22.06.2017

Hartz IV-Tagebuch – zahlungsunfähig bis zum erwünschten Ende.

Es geschah, was mir als grundgesicherter Armutsrentner nicht hätte passieren dürfen, nicht heute und auch nicht in Zukunft. Die Realität zeigte schlagartig wiedermals ihre hässliche Seite nicht verhandelbarer Armut.
Meine Gleitsichtbrille fiel zu Boden, ein Brillenglas splitterte am Rande; ein Schaden, der sich leider nicht mehr reparieren lässt.
Selbst, wenn der Hersteller – nach zwölf Jahren – das verwendete Glas noch liefern könnte, wäre ich niemals in der Lage dazu, 200 bis 250 EUR aufzubringen, ohne nach eineinhalb Monaten auf dem Friedhof zu landen.
So richtig aussichtslos wird es allerdings, sollte das benötigte Material nicht mehr lieferbar sein, sprich: zwei neue Brillengläser für lächerliche 500 EUR oder mehr. Die Notwendigkeit einer sicheren Sehhilfe bliebe somit ein Wunschtraum für mich, wie so einige Notwendigkeiten, auf die ich klaglos verzichten muß. Alternativlos eben.

Armut ist nicht die Bundeswehr, die gerade wieder einige Milliarden verschlingt. Armut kann sich bedarfslos-verpissend zurückziehen, in irgendeinen modernden Restwinkel sozialer Gleichgültigkeit. Wofür benötige ich überhaupt eine Brille – um klar sehen zu können?

Danke, mir geht es erbrechend gut.

20.06.2017

BKA is watching me – ein hässlicher (?) Kommentar.

Sie wieder, Herr Müller,
haben Sie nichts besseres zu tun, als Hass-Sonntagsleser mit Darstellungen einer drohenden Masseneinwanderung aus Afrika (ausgerechnet Afrikaner) zu erschrecken,  gar einhundert Millionen Flüchtlinge am Stück, während der Sonntagsleser schon bei zwei Millionen durchknallt und zur Waffe greift, weil sich der Neger der Afrikaner grenzenlos vermehren wird, ohne Gummi,  und ohne Zustimmung westlicher Ansprüche, sich vor unseren Grenzen tummelt, um noch irgenwie als Neger als Mensch anerkannt zu werden, weil's Ihnen sowie Ihren netten Freunden gerademal passend erscheint, das Negerland Afrika aufzuteilen, um Wohlstand und Freiheit  zu sichern, wie auch den Handel mit begehrenswerten Rohstoffen für unser aller Glück.












Verhaftet mich nicht!

16.06.2017

Alle lieben Fidget Spinner.

++ spinnende Kinder ++ verspannte Eltern ++ genervte Lehrer ++ verrückte Politiker/innen ++ abgedrehte Veganer/innen++ Chulz Martin ++ Recep der Bekloppte ++ schwachsinnige Berufssoldaten ++ die Trump Familly ++ verblödete Abendlandretter ++ Ärsche mit Ohren ++ der nette Priester von nebenan ++ Wolfgang Schäuble-Hinderlich ++ AfD-Wähler ++ Smartphone-Streichler ++ die Spielzeugmafia ++ Verblödungsdesigner ++ der Bundestag ++ Gott und die Welt ...

Es lebe der blinkende Schwachsinn.

11.06.2017

Alltäglicher Deutsch-Rassismus

Ich bin es leid, mich für deutsche Mitbürger/innen schämen zu wollen, mich bei Menschen anderer Hautfarbe dafür entschuldigen zu wollen, dass dumme Pöbler Herkunft und Hautfarbe niedermachen, wo immer sich eine Gelegenheit dazu bietet.
Ich bin es auch leid, mich hereinhängen zu müssen, damit sich die afrikanische Frau auf dem Flohmarkt nicht kleinmachen muß, wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft, sich möglicherweise auch vor mir ängstigt, wenn ich verbal-rassistische Übergriffe schweigend hinnehme.
Ich bin es ebenso leid, dass sich schon Kinder vor Deutschen ängstigen müssen.

Schönen Sonntag noch – mir reicht es für heute.

10.06.2017

Von der Leyen angeputscht – das Heer ist nicht die Anstalt.

Kein Späßchen unter Soldaten, wenn der Dienst für's Vaterland allzu langweilig erscheinen mag.
Nein, die Truppe ist kein Spaßverein in Festzeltstimmung, und eine Fahnenstange kein Urinal für Witzbolde. In diesem scheiß Verein wird nicht gelacht – Kriege sind nicht witzig.
Ein Offizier fühlt sich entehrt, stellt einen Antrag auf Sozialleistungen (wegen Ausmusterung), denkt darüber nach, ob ihm eine Umschulung zum Frontsoldaten hilfreicher erscheint, als als Putschist – unter erdoganischen Methoden – in einem Keller zu verotten.

Von der Leyen, deren Dienst am Vaterland nicht in Frage gestellt werden darf, Mutter aller Kindersoldaten des Heeres – sie wird es richten.


09.06.2017

Geiselnehmer Jobcenter – arbeite oder stirb!

»Du Glücklicher im Unglück... stört dich der Kabelbinder?... wir verschnüren neuerdings unsere Kunden portionsgerecht für den Arbeitsdienst... wisch dir bitte das Blut von der Stirn, mir wird noch übel... Moment mal, du kannst hier nicht einfach so krepieren wollen, bevor du Wille zeigst ... einfach unterschreiben, mußt ja nicht alles lesen können... kannst du nicht oder willst du nicht? ... ach so, der Kabelbinder ... dann nicke halt lächelnd in die Kamera ... gebe dir noch eine Minute Bedenkzeit ... ach, wir sind ein scheiß Prügelverein? ... ich puste dir gleich die Birne weg, kannst danach auch gerne Widerspruch einlegen... du faules Hängemattenschwein.«

wumm

»Hallo Kollege, habe einen Bedarf weniger für die Statistik!«


Das Drama ereignete sich an einem sonnigen Arbeitslosentag in einer Jobcenter-Amtsstube.
Nach ersten Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich der verstorbene Kunde – ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter – mit einem Kabelbinder knebelte, seinen Peiniger entwaffnete und sich den letzten, hundsgemeinen Schuß setzte.
Mögliche Verbindungen zu radikalisierten Schmarotzervereinigungen werden überprüft, Konten beschlagnahmt sowie mutmaßliche Sozialplagen Schmarotzerkinder Bedarfsheranwachsende fürsorglich zum Wehrdienst verpflichtet erziehend weitergebildet.
Weitere Anträge auf toxische Hartz IV-Leistungen sind derzeit nicht möglich.

»Wir stehen in diesen schrecklichen Stunden des Leids zusammen und trauern gemeinsam dahin.«
(Angela Merkel)

08.06.2017

Muammar al-Gaddafi trifft auf Gabriel.

Gabriel wundert sich, dass Gaddafi noch lebt.
Gaddafi wundert sich, dass Gabriel auf der Matte steht.
Beide wundern sich über gewisse, vergangene Peinlichkeiten.
Libyen zeigt sich verwundert darüber, dass ausgerechnet ...
3,5 Millionen Euro waschen dreckige Wäsche rein ...
Gaddafi wundert sich darüber, dass Gabriel zur Ordnung ruft.
Gabriel verteidigt seine Bundesregierung auf libysch.
Beide wissen, dass Schulzes Martin sehr besorgt ist, weil...
Merkel wundert sich darüber, wie Abu übeleben konnte.
Abu wundert sich verstört darüber, wie Merkel überleben konnte.

Täglich ereignen sich wundersame Dinge, die nicht einmal ein Sigmar erklären möchte, weil –


07.06.2017

Bosbachs CDU klärt auf: Veterinärmedizinische Gutachten für Migranten erwünscht.

Der gute Migrant gibt sich an der Grenze gelassen, zeigt Humorbereitschaft, ein makelloses Gebiss, ist stets mit notwendigen Beweisunterlagen seiner Identität lückenlos ausgestattet, darf schließlich  – nach einem veterinärmedizinischen Gutachten – als wurmbefreiter Johann das nächste Asylantenlager aufsuchen, damit ihm der Sprung zur Integration gelingen mag; nachweislich mit einer Hundemarke mit einem Stempel beglaubigt sowie weiterhin feinsäuberlich dokumentiert.

Der böse Migrant besitzt keinerlei Papiere, lässt sich nur schwerlich zuordnen (woher du kommen?), kennt sich mit deutschem Humor kaum aus (kannst du schwimmen?), und mag sich schon gar nicht als integrationspflichtigen Johann bezeichnen lassen, der sich zuerst einer Wurmkur unterziehen sollte, bevor er bösbächlich – nach Rasse oder Gebisszustand (ver)beurteilt – abserviert werden darf oder sollte.

03.06.2017

Hartz IV im Alltag – nur eine Frage des Gewissens.

Soll ich, soll ich nicht...
Schon mal mit einem rebellierenden Gewissen diskutiert, vor einer prall gefüllten Tiefkühltruhe?
Hähnchenschenkel in Alupfanne, 1 Kilo, gewürzt – für Dreidreißig.
Soll ich, soll ich nicht, reicht doch für zwei Tage.
Pfui Gewissen, lass mich nicht leiden.

Um irgendwie aus dieser verdammten Zwickmühle herauszukommen, kralle ich ein Bund Radieschen, liebäugele mit Apfel und Kräuterquark – ein perfektes Alibi. Nun aber schnell zurück zur Truhe, zu aufreizenden Schenkeln abgemurkster Mitgeschöpfe.
(Zwischenzeitlich fällt eine Banane aus der Kiste, wird aus ästhetischen Gründen sogleich entsorgt. Kunden mögen kein verunglücktes Obst.)

An der Kasse gebe ich mich gelassen, grüße verschämt in die Runde, entschuldige mich zaghaft bei einer Spindeldürren, deren Ausdünstung mich sogleich an schlecht gewürztes Tofu erinnert. Fühle mich unter ihren Blicken wie frisch gehacktes Schweinefleisch und schlimmer noch.

Von  irren Blicken einer Gutesserin verfolgt, sitze ich zerknirscht vor dem Küchenherd, starre deprimiert in die Backröhre, auf halbgebräunte Schenkel und warte auf das Ende.